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Nachruf: PH trauert um Jasmin Spitz

Jasmin Spitz, Studentin im zweiten Semester Lehramt Sekundarstufe I, hat ihr Leben beendet. Sie hat nicht mehr weiterleben wollen. Man erschrickt bei so einer Nachricht – manche haben sie persönlich gekannt und hätten sich das wohl nie vorstellen können. Was ist in ihrem Kopf – nein: in ihrem Herzen – vor sich gegangen? Hat sie sich einsam gefühlt? Ohne Perspektive? Wie dunkel muss für sie das Leben gewesen sein!

Unwillkürlich fragen wir uns, ob wir uns zu wenig für sie interessiert, uns zu wenig um sie gekümmert haben. Sind wir alle zu sehr mit uns selbst beschäftigt?

So ein freiwilliges Ende tut weh. Es fällt schwer, Worte zu finden. Nicht nur, weil wir mit den Angehörigen mitfühlen können, für die das alles wohl kaum auszuhalten ist – und denen wir von Herzen Kraft und Trost wünschen. Sondern auch, weil es uns an die eigene Verletzlichkeit erinnert.

Früher konnten die Menschen sagen: es war Gottes Wille, wir fügen uns. Uns Heutigen fällt so ein Denken schwer, denn wir sind gewohnt, alles in eigener Selbstverantwortung zu tun. Unser Leben allerdings ist eine Gabe, die wir nicht selbst machen, sondern empfangen.

Wir werden der Entscheidung von Jasmin Spitz mit größtem Respekt begegnen. Wir sollten uns aber daran erinnern, dass unser eigenes Leben etwas ganz und gar nicht Selbstverständliches ist. Demut ist da nicht die schlechteste Haltung.Wir leben dieses Leben am besten, wenn wir unsere Herzen füreinander öffnen.

Ein Nachruf von Prof. Dr. Joachim Kunstmann

zertifikat seit 2016 audit familiengerechte hochschule