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Forschungsprojekt LAVA

Variations- und Varietätenerwerb im alemannischen Raum. LAVA steht für Language Acquisition across Varieties in the Alemannic Area (Variations- und Varietätenerwerb im alemannischen Raum) und ist ein von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG), dem österreichischen Wissenschaftsfonds (FWF) und dem Schweizerischen Nationalfonds (SNF) gefördertes Projekt.

Projekttreffen LAVA

Laufzeit

3 Jahre, Februar 2024 – Februar 2027

Kurzbeschreibung des Projekts

LAVA steht für Language Acquisition across Varieties in the Alemannic Area (Variations- und Varietätenerwerb im alemannischen Raum) und ist ein von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG), dem österreichischen Wissenschaftsfonds (FWF) und dem Schweizerischen Nationalfonds (SNF) gefördertes Projekt.

Im Rahmen des Projekts führen wir eine Querschnittsstudie mit Kindern im Alter von 2 bis 8 Jahren durch. Dabei generieren wir eine kontrollierte Zufallsstichprobe von Kindern im alemannischen Sprachraum, die im Idealfall in einem monolingualen Umfeld aufwachsen, in dem sie sowohl in ihren Familien als auch in den Kinderbetreuungseinrichtungen mit Dialekt in Kontakt kommen und konfrontiert sind. Die Auswahl der Kinder basiert auf einem von den Eltern vorab ausgefüllten Fragebogen. Insgesamt sollen Daten von mehr als 500 Kindern gesammelt, ausgewertet und untersucht werden (N = 540, n = 180 pro Land).

Leitfragen, die innerhalb des Forschungsprojekts gestellt werden, betreffen unter anderen die Wahrnehmung und mentale Verarbeitung der Kinder von Dialekt und Standardsprache sowie ihr Wissen bezüglich der sozialen Bedeutung und der situativen Funktionen beider Varietäten. Außerdem sollen Meilensteine in der sprachlichen Entwicklung der Kinder festgestellt werden, vor allem in Bezug auf die Gegenüberstellung von Dialekt und Standard auf verschiedenen sprachlichen Ebenen (grammatisch, lautlich, schriftsprachlich). Dadurch sollen Schlussfolgerungen ermöglicht werden, ab wann Kinder in der Lage sind, zwischen Dialekt und Standard zu unterscheiden, ab wann sie zwischen den Varietäten wechseln, welche Bedingungen dafür notwendig sind und welchen Einfluss beide Varietäten aufeinander haben. Diese Erkenntnisse sind insbesondere für Logopädie und Sprachförderung wichtig, da Meilensteine im Spracherwerb aktuell ausschließlich für die Standardsprache, aber nicht für den Dialekt vorliegen. Bei dialektsprechenden Kindern ist es daher zum Teil schwierig, ihre sprachlichen Fähigkeiten richtig zu beurteilen. Letztlich wird ein trinationaler Vergleich der Daten sowie ein Vergleich mit bereits bekannten Meilensteinen für die deutsche Standardsprache angestrebt.

Um diese Ziele zu erreichen, wurde eine Testbatterie von insgesamt 8 Teiltestungen konzipiert, die verschiedene sprachliche Aufgaben beinhaltet, welche Auskunft über Fähigkeiten im Dialekt und im Standard geben sollen (Grafik 1).

Der Forschungsschwerpunkt am Standort Weingarten liegt beim Auf- und Ausbau der schriftsprachlichen Fähigkeiten verschiedener Altersgruppen sowie dem potenziellen Einfluss des alemannischen Dialekts auf den Schriftspracherwerb. Hierfür sind alle Projektstandorte seit März 2024 für Datenerhebungen an den Grundschulen und Kindergärten im alemannisch-geprägten Sprachraum in Deutschland, Österreich und der Schweiz unterwegs. Erforscht werden sollen beispielsweise die Vorläuferfähigkeiten der Kinder sowie die Auswirkungen von Schulbildung auf die Dialekt- und Standardnutzung (Sprechen und Schreiben). Außerdem wird versucht, Aussagen über den bilektalen Erwerb und über dialektale Merkmale zu treffen, die eine mögliche positive oder negative Korrelation mit der Rechtschreibleistung der dialektsprechenden Kinder aufweisen.

Grafik 1: Age-Line und Teiltestungen
Grafik 1: Age-Line und Übersicht aller Teiltestungen
Kooperationspartner*innen

Philipps-Universität Marburg (D): Prof. Dr. Ulrike Domahs, Prof. Dr. Alfred Lameli, Dr. Brigitte Ganswindt, Jasmin Devi Nuscheler, Désirée Hrushchak Paris Lodron Universität Salzburg (AT): Prof. Dr. Andrea Ender, Prof. Dr. Irmtraud Kaiser, Eva Valentina Gatterbauer, Sandra Grübler Interkantonale Hochschule für Heilpädagogik Zürich (CH): Dr. Mirja Bohnert-Kraus, Lena Graf

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Projektleitung

Projektleitung am Standort Weingarten Forschungsschwerpunkte: Schriftspracherwerb, Alphabetisierung, Professionalisierung

Cordula Löffler_01 Website
Löffler, Dr. phil. Cordula
Professor/in
Deutsch mit Sprecherziehung

Projektmitarbeiterin

Carmen Müller_02_Website
Müller, Carmen
Akademische/r Mitarbeiter/in
Deutsch mit Sprecherziehung

Studentische Hilfskräfte/ Praktikant*innen

Wir sind kontinuierlich auf der Suche nach fachlich-kompetenten Mitarbeiter*innen, die uns bei unserem Projekt unterstützen möchten. Eine Mitarbeit ist grundsätzlich auch innerhalb eines Praktikums (bspw. Professionalisierungspraktikum) möglich. Falls Sie Interesse an einer Tätigkeit als studentische Hilfskraft oder Praktikant*in in unserem Forschungsprojekt LAVA haben, dann melden Sie sich jederzeit gerne bei Prof. Dr. Cordula Löffler.

 

Ideen für Abschlussarbeiten

Die Menge und Bandbreite an Daten ermöglicht es uns, spannende Themen für Bachelor- oder Masterarbeit bereitzustellen. Bei Interesse melden Sie sich gerne. Eine Liste möglicher Themen folgt zeitnah.

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