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Internationales Sprachennetzwerk Bodensee

Kurzbeschreibung
Die Pädaogische Hochschulen Weingarten, St. Gallen (CH) und Vorarlberg (A) entwickeln und unterhalten gemeinsam ein internationales Netzwerk zur Förderung der individuellen und gesellschaftlichen Mehrsprachigkeit. Ziel ist es, gemeinsame Forschungs- und Entwicklungsprojekte zu konzipieren und durchzuführen sowie gemeinsam gesellschafts- und bildungspolitisch relevante Forschungsresultate im Bereich des Sprachenlehrens und -lernens zu disseminieren.
Durch diese Zusammenarbeit wird einerseits den spezifischen Bedingungen der Entwicklung der Mehrsprachigkeit in der Ostschweiz, in Vorarlberg und in Baden-Württemberg Rechnung getragen, andererseits werden die in diesen Kontexten gewonnenen Erfahrungen über ein internationales Netzwerk für andere Regionen nutzbar gemacht.


In folgenden Bereichen sind inhaltliche Kooperationen vorgesehen:

Wissenschaftliche Begleitung von Reformen von Sprachencurricula
Berufsspezifische Sprachkompetenzen von Lehrpersonen
Mehrsprachige Ansätze in der Lehrerbildung
Integrative Fremdsprachendidaktik
Erziehung zur Mehrsprachigkeit und Interkulturalität
Fremdsprachen im Sachunterricht/Sachthemen in Fremdsprachenunterricht (CLIL/bilingualer Unterricht/Immersion)
Mehrsprachige Schriftlichkeit (Pluriliteralität)


Das Sprachennetzwerk wurde 2009 im Anschluss an die Sommeruniversität SemLang in Sèvres „Ausbildung europäischer SprachenlehrerInnen“ ins Leben gerufen.


Projektleitung
Prof. Dr. Ute Massler (PHW), Prof. Sabine Kutzelmann (IFDS PHSG), Mag. Dr. Prof. Klaus Peter (PHV)



Projekte im Internationalen Sprachennetzwerk Bodensee


Mehrsprachiges Lesetheater (MELT):
Im Zentrum des Projektes steht die Entwicklung des didaktisch-methodischen Designs «Mehrsprachiges Lesetheater» (MELT). Hierfür werden literarische Texte in dialogische Vorlesestücke umgewandelt. Das Vorlesen wird in kooperierenden Schülerarbeitsgruppen trainiert und abschließend aufgeführt. Das Design enthält außerdem die Komponenten Vorlesen der Lehrperson und Anschlusskommunikation. Lesetheater gehört zu den Lautlese-Verfahren, die im Bereich der Leseflüssigkeit signifikante Verbesserungen hinsichtlich der korrekten Worterkennung, der Lesegeschwindigkeit und der Prosodie erzielen sowie einen hohen motivationalen Effekt haben (Young & Rasinski 2009: 10). Das im Projekt zu entwickelnde Design «Mehrsprachiges Lesetheater» wird nach dem Design-Based Research-Ansatz (DBR) erarbeitet (Van den Akker et al. 2006). DBR eignet sich für dieses Vorhaben ganz besonders, da in Auseinandersetzung mit dem schulischen Kontext methodisch-didaktische Innovationen durch systematische Gestaltung, Erprobung und Redesign generiert werden.
Projektleitung: Prof. Dr. Ute Massler, PH Weingarten
Beteiligte Hochschulen: PH St. Gallen, PH Vorarlberg, Freie Universität Brüssel, SCRIPT Luxemburg
Beteiligte Schulen: Realschule Weingarten, VMS Bregenz Vorkloster, Go! atheneum Sint-Pieters-Woluwe, Lenster Lycée Luxembourg
Auftraggeber: Erasmus+
Projektdauer: 01.09.2014-31.8.2017

http://www.ph-weingarten.de/zep/MELTMehrsprachigesLesetheaterzurFoerderungvonLesemotivationundLesefluessigkeit.php


Mehrsprachiges Vorlesen der Lehrperson in Schul- und Fremdsprache zur Förderung von Lesemotivation und Sprachbewusstheit auf Sekundarstufe I (MeVoL):
Das Forschungsprojekt entwickelt ein Unterrichtssetting, das sprachenübergreifendes Vorlesen der Lehrperson verbunden mit einem Strategietraining in Schul- und Fremdsprache umfasst. Dem Projekt liegen folgende Annahmen zugrunde: Um Lesekompetenzen systematisch zu fördern, muss Unterricht an Lesemotivation und sprachlichen Rezeptionsstrategien der Lernenden anknüpfen. Gleichzeitig fordern die Curricula in Österreich, Deutschland und der Schweiz, Synergien in den Lehr- und Lernprozessen des Schul- und Fremdsprachunterrichts zu schaffen. Das Projekt untersucht daher, wie ein didaktisches Design angelegt sein soll, das von Lehrenden sowie Lernenden angenommen wird und Lesemotivation und Sprachbewusstheit in Fremd- und Schulsprachedurch mehrsprachiges Vorlesen steigert. Das Vorlese-Setting basiert auf dem Design-Based Research-Ansatz (DBR) und wird in einer Pilotstudie mit Lehrkräften und Schulklassen optimiert. Im DBR-Ansatz durchläuft die Ausarbeitung von pädagogischen Interventionen mehrere Phasen der Entwicklung unter wissenschaftlich evaluierten Bedingungen. Dadurch werden das Vorlese-Setting und dazugehörige Weiterbildungsangebote theoretisch und praxiserprobt ausgearbeitet.
Projektleitung: Prof. Dr. Ute Massler, PH Weingarten
Beteiligte Hochschulen: PH St. Gallen (Prof. Sabine Kutzelmann), PH Vorarlberg (Mag. Prof. Dr. Klaus Peter)
Auftraggeber: Internationale Bodenseehochschule
Projektdauer: 01.09.2014-31.8.2016

http://mevol.eu/


Die Projekte sind dem Forschungszentrum für Elementar- und Primarbildung an der Pädagogischen Hochschule Weingarten zugeordnet.



 
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