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Sommersemester 2017

"Mobilität und Transformation. Unterwegs zu einer globalen Mobilmachung?"


15. Mai 2017:


"Titanisches gegen Olympisches. Ernst Jüngers Begriff der »Totalen Mobilmachung« im Kontext der Globalisierung"


Dietmar Koch, Universität Tübingen


Kurzbeschreibung:

Handlungen des Einzelnen, einer Gemeinschaft, einer Gesellschaft ruhen in bestimmten Verständnis- und Auslegungsweisen. Die verschiedenen Auslegungsweisen gründen wiederum in dem Verständnis eines Gesamtzusammenhangs, aus dem heraus gehandelt und gestaltet wird. Der Gesamtzusammenhang ist das jeweilige Weltverständnis, aus dem heraus wir geschichtlich leben.

Unser heutiges technisch-funktionales Weltverhältnis – verbreitet über die Erde – ist durchherrscht vom Planen, Sichern, Berechnen, Beschleunigen sowie quantitativem Optimieren im Rahmen eines gegenseitig sich herausfordernden Produzierens und Konsumierens. Dieses Weltverständnis will und darf in seinem Anspruch keinen Bereich ungenutzt lassen – es geht auf »Totalität« aus. Ernst Jünger verortet diesen Zug zur »Totalen Mobilmachung« – der beschleunigenden Benutzung und Ausnutzung aller Resourcen und Kapazitäten – im Spannungsverhältnis von Maßlosigkeit und Maß, von Titanisch-Unmäßigem und Olympisch-Begrenzendem. Der Vortrag will diese Verständnisfigur entfalten und zur Diskussion stellen.


29. Mai 2017:


"Bildung und Beschleunigung. Zeit im Erziehungs- und Bildungssystem“


Prof. Dr. Ursula Pfeiffer-Blattner, Pädagogische Hochschule Weingarten


Kurzbeschreibung:

Änderung, Mobilität und Beschleunigung als aktuelle gesellschaftliche Zeitsignaturen stellen die Menschen in einer solchen Gesellschaft vor Herausforderungen, die zu meistern man lernen muss. Lernen selber hat eine zeitliche Dimension und findet in der Zeit als Lebenszeit statt und es ist zu fragen, ob und ggf. wie sich die allgemeine Beschleunigung mit den Zeitstrukturen in Erziehungs-, Lern- und Bildungsprozessen zusammen sehen und denken lässt. Damit verbunden sind auch Fragen danach, ob Wandel ohne Stetigkeit oder Kontingenz ohne Kontinuität als Phänomene erscheinen und erkennbar sein können? Der Vortrag beschäftigt sich vor dem Hintergrund dieser Überlegungen damit, wie Zeitlichkeit in erziehungs- und bildungswissenschaftlichen Überlegungen erkannt und beschrieben werden kann.


19. Juni 2017:


"Unruhe als Passion"


Prof. Dr. Ralf Konersmann, Universität Kiel


Kurzbeschreibung:

Passionen sind gemischte Gefühle – machtvolle, von Kollektiven getragene Grundbefindlichkeiten, die zutiefst zweideutig und sogar widersprüchlich sind. Eine Passion in diesem Sinn ist die Unruhe: Leid und Leidenschaft zugleich. Die Frage ist nun, wie die Kulturen des Westens in die doch alles in allem recht merkwürdige Situation der Rast- und Ruhelosigkeit, in die Situation des ständigen Aufbruchs, der Veränderung und Mobilität hineingeraten sind und wie es zugegangen ist, dass wir, obwohl so viele Einzelne an ihr leiden, allesamt und ohne zu zögern zu Enthusiasten der Unruhe geworden sind.


10. Juli 2017:


"Die Europäische Studienreform im Dilemma zwischen globalem Mobilitätsversprechen und lokalen Modularisierungsansätzen"


Dr. Peter Zervakis, Leiter des Projekt nexus, Hochschulrektorenkonferenz Bonn


Kurzbeschreibung:

Die Mobilität von Studierenden und Lehrenden war von Anfang an das Hauptanliegen des paneuropäischen Bologna-Prozesses. Die Diskussion über die Notwendigkeit, die Studiengansgestaltung im Sinne des ECTS-Referenzsystems mühsam zu modularisieren, hat hingegen erst in der Phase der nationalen Umsetzung und im Kontext der ländergemeinsamen Strukturvorgaben der Kultusministerkonferenz von 2003 und 2010 zur Akkreditierung der gestuften Studiengänge an Intensität zugenommen. Vor dem Hintergrund der Europa-Krise haben Bildung und Kultur jedoch die stärkste Bindekraft für die europäischen Gesellschaften. Deshalb sollten Bildung, Forschung, Innovation und auch Kultur neu gedacht werden – als ein identitätsstiftendes Gemeinschaftsprojekt.


Anmerkung:


Alle Vorträge finden im Festsaal des Schlossbaus der PH jeweils von 18.00-19.30 Uhr statt. Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Interessierte sind Herzlich Willkommen. – Weitere Infos gibt apl. Prof. Dr. Ralf Elm vom Fach Philosophie / Ethik: elm@ph-weingarten.de



 
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