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Wintersemester 2016 - 2017 "Bildung und Gerechtigkeit"


14. November 2016:


Glück und Gerechtigkeit. Eine rationale Argumentation für Gerechtigkeit in Platons ‚Politeia‘"


Prof. Dr. Norbert Blößner, Freie Universität Berlin

Kurzbeschreibung:

Platons Dialog ‚Politeia‘, dessen Titel man in Anlehnung an Ciceros Sekundärtext als ‚Staat‘ (Republic, République, etc.) zu übersetzen pflegt, ist ein argumentierendes Gespräch über das richtige und gelingende Leben (griechisch: die Eudaimonie, das Glück). Im Zentrum stehen zwei gegensätzliche Thesen: die These einer gesellschaftlichen Mehrheit, dass der egoistische und rücksichtslos nur auf den eigenen Vorteil bedachte Mensch im Leben weiter kommt als jener, der schwächlich auch die Situation und Interessen anderer Menschen bedenkt; und die sokratische These, dass Selbstsucht die eigenen Glücksoptionen zerstört und dass der Egoist gar nicht weiß, worin sein wirklicher und eigentlicher Vorteil besteht.



28. November 2016:


"Was alle wollen und doch selten erreicht wird. Gerechtigkeit in der politischen Ethik"


Dr. Michael Hartlieb, Thomas Morus Akademie Bensberg


Kurzbeschreibung:

Seit jeher sind die Philosophen auf der Suche nach Prinzipien des politischen Handelns, die das harmonische Zusammenleben von Menschen möglich machen und darüber hinaus sogar noch das Wohl aller befördern. Der Gerechtigkeit kommt bei dieser Suche eine besondere Stellung zu, denn sie sollte nach übereinstimmender Meinung ganz grundsätzlich die Richtlinien des Gemeinwesens gestalten und allen Bürgerinnen und Bürgern ermöglichen, Gleiche und Gleicher unter Gleichen zu sein. Doch wie sollte es anders sein: in der Bestimmung, wie Gerechtigkeit zu verwirklichen wäre, gibt es große philosophische Differenzen. Von Aristoteles bis zu seinen heutigen Schülern Amartya Sen und Martha Nussbaum entspannt sich eine Gerechtigkeitstradition, die jeden Menschen gemäß seiner natürlichen Anlagen und Potenziale in einem bestimmten Gemeinwesen zu entwickeln versucht – während die liberale Schule in der Nachfolge von John Rawls sich zum Ziel gesetzt hat, zuerst perfekte Prinzipien der Gerechtigkeit zu begründen, die dann anschließend ein liberales Staatswesen fundieren. In jüngster Zeit hat sich die Suche nach der Gerechtigkeit sogar noch weiter verkompliziert: Müssten wir unter dem Eindruck der Globalisierung eigentlich nicht längst nach Kriterien einer globalen Gerechtigkeit suchen? Wie könnten diese aussehen?



12. Dezember 2016:


Freie Wahl für freie Bürger? Bildungsungleichheiten im deutschen Bildungssystem


Oliver Semmelroch, M.A., Pädagogische Hochschule Weingarten


Kurzbeschreibung:

Bildungsentscheidungen nehmen im Bildungsverlauf von Kindern und Jugendlichen einen zentralen Stellenwert ein, darüber ist sich die soziologische Bildungsforschung seit Jahren einig. Im Zentrum des Vortrags steht eine Hauptfrage: Wie wirken sich v.a. elterliche Bildungsentscheidungen auf die Entstehung und Reproduktion von Ungleichheiten im deutschen Bildungssystem aus?



16. Januar 2016:


Bildungsgerechtigkeit in Deutschland - Eine Analyse der Entwicklung seit dem Jahr 2000


Dr. Christina Anger, Institut der deutschen Wirtschaft Köln


Kurzbeschreibung:

Die Politik hat in den letzten Jahren einige Maßnahmen umgesetzt, die zu einer höheren Bildungsgerechtigkeit führen können. Aufgrund des Höherqualifizierungstrends am Arbeitsmarkt ist die Vermeidung von Bildungsarmut jedoch ein politisches Ziel mit steigender Bedeutung. Trotz der Fortschritte der Bildungspolitik bleiben Handlungsbedarfe bestehen, um die Bildungsgerechtigkeit zu erhöhen.


Anmerkung:


Alle Vorträge finden im Festsaal des Schlossbaus der PH jeweils von 18.00-19.30 Uhr statt. Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Interessierte sind Herzlich Willkommen. – Weitere Infos gibt apl. Prof. Dr. Ralf Elm vom Fach Philosophie / Ethik: elm@ph-weingarten.de



 
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