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Wintersemester 2017/2018

Studium Generale zum Rahmenthema: „Kulturgeschichtliche Bildung“


06. November 2017:


Prof. Dr. Katharina Bracht, Universität Jena:


„‘Vollkommenheit‘. Ausgangspunkte des christlichen Menschenbildes“


Kurzbeschreibung:

„Seid vollkommen, wie euer himmlischer Vater vollkommen ist!“ (Mt 5,48) – Der Begriff des Vollkommenen führt ins Zentrum des antiken christlichen Menschenbildes, geprägt von der Spannung zwischen Transzendenz und Immanenz, göttlicher und menschlicher Vollkommenheit, Indikativ und Imperativ, Schon-Jetzt und Noch-Nicht, Zielpunkt und Aufgabe, In-sich-Ruhen und Bewegung. Der Vortrag geht den Antworten früher Christen auf die Fragen nach: Was ist unter Vollkommenheit zu verstehen? Weshalb ist der Mensch nicht vollkommen? Wie und wann kann er vollkommen werden?




04. Dezember 2017:

Prof. Dr. Hanna-Barbara Gerl-Falkovitz, Universität Dresden:


„Männer und Frauen. Über Geschlechterbilder und was die Kulturgeschichte der Spätmoderne vermitteln kann"


Kurzbeschreibung:

Der Geschlechterdiskurs hat seit Jahren eine "fließende Identität" zum Passwort des neuen Ich gemacht. Im Vortrag wird aber keine biologische oder soziologische Frage losgetreten, sondern eine kulturelle: Der Gang durch die Kulturgeschichte zeigt Entwürfe von Mann- und Frausein, die weder einfach "naturalisiert" noch ideologisch überhöht noch "dekonstruiert" sind. Vielmehr ist vor diesem Hintergrund zu fragen, ob heutige Aussagen zum Thema Mann/Frau möglicherweise unterbestimmt sind. Gibt es in diesem Gebiet auch nicht ausgereizte Möglichkeiten?"




18. Dezember 2017:


Prof. Dr. Mario Gennari, Universität Genua:


„Verständnis, Welt und Menschlichkeit“


Kurzbeschreibung:

Verständnis, Welt und Menschlichkeit sind drei Kategorien, die eine spezielle Beziehung und auch eine komplexe Bedeutung haben. Deshalb: Was bedeutet Verstehen? Wer kann wirklich auslegen? Welchen Zusammenhang könnten wir zwischen Verständnis und Auslegung finden? Wie könnten wir die Welt lesen? Gibt es eine Welt oder viele Welten? Wie interpretieren die Menschen ihre persönliche Welt und die politisch-gesellschaftliche Welt? Welche Differenz finden wir zwischen Humanität und Menschlichkeit? Gibt es einen Neuhumanismus für unsere tägliche Welt? Schließlich: Normalerweise benutzen wir für unser menschliches Verständnis der Welt verschiedene Kategorien. Welche Epistemologie der Wissenschaft und welche Philosophie der Bildung liegen in diesem Horizont?




22. Januar 2018:

Prof. Dr. Dietmar Schiersner, PH Weingarten:


„Geschichtsbilder – Weltbilder. Wie wir Geschichte machen, was sie mit uns macht und wie wir den Bildern entkommen können.“


Kurzbeschreibung:

Zu behaupten, die Gegenwart könne nur verstehen, wer auch seine Geschichte kennt, gehört ebenso zu den kulturpolitischen Gemeinplätzen wie der pädagogische Imperativ, wir sollten aus der Geschichte lernen. In Wirklichkeit verhält sich die Sache weit komplizierter, denn Geschichtserzählungen werden einerseits vom jeweiligen Weltbild des Erzählers hervorgebracht, andererseits prägen Geschichtsbilder unser Verständnis der Gegenwart und unsere Erwartungen an die Zukunft. Ist angesichts dieser konstruktivistischen Annahmen eine „Wiedergewinnung des Realismus“ (Charles Taylor / Hubert Dreyfus ) möglich? Oder bleiben wir die Gefangenen unserer Bilder?


Anmerkung:


Alle Vorträge finden im Festsaal des Schlossbaus der PH jeweils von 18.00-19.30 Uhr statt. Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Interessierte sind Herzlich Willkommen. – Weitere Infos gibt apl. Prof. Dr. Ralf Elm vom Fach Philosophie / Ethik: elm@ph-weingarten.de



 
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