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Kinderköpfe rauchen, Stoffe explodieren

Markus Prechtl und seine Studenten begeistern für Chemie

RAVENSBURG/WEINGARTEN
– Chemieprofessor Dr. Prechtl macht Naturwissenschaft an der Kinder-Uni zur aufregenden und lehrreichen Show. Er und seine Assistenten zeigen in ihrer Vorlesung, dass Chemie und Comics einiges gemeinsam haben. Beide verwenden Symbole und sind spannend. Die Kinder-Studis geben lautstarken Beifall.
Vor dem Hörsaalgebäude führten Chemiestudenten mit einer Reihe unterschiedlicher Experimente in das Fach ein. Florian Peters erzählte eine Geschichte um eine Geheimschrift aus Milch, Zitrone und Bleistift. Mit Hitze und einer Lösung aus Universalindikator und Wasser machte er sie sichtbar und fand den Code zu einer Schatztruhe. Johannes Walter ließ mit Hilfe von Benzin und Feuerzeug eine Chipsdose explodieren. Bumm!
Comics handeln mitunter von Substanzen, die ausgedacht oder real sein können, und manchmal geheimnisvoll leuchten. Amazonium, Vibranium und Jumbonium sind frei erfundene Elemente. Europium dagegen ist ein chemisches Element, das beteiligt ist, wenn es in Mobiltelefonen rot leuchtet. Ein Leuchten, das wissenschaftlich Lumineszenz genannt wird, führte Assistent Patrick Hanselmann vor. Die Kinderstudenten lernten von Markus Prechtl nebenbei, wie man ein Leuchten zeichnen kann. Nikita und sein Nachbar in der ersten Reihe setzten das Gelernte einwandfrei um.
Ein Pionier des Sach-Comics war der 1894 in New York geborene Max Gaines. Er veröffentlichte Educational Comics, also lehrreiche Bildergeschichten. „Im Unterschied zu wissenschaftlichen Vorlesungen sind die Darstellungen in Comics manchmal fehlerhaft“, warnte Professor Prechtl. Mit seiner Unterstützung deckten die Kinderstudis in einer Reihe von Comicbildern Fehler auf.
Die Nachwuchsforscher erfuhren, wie man im Comic mit Hilfe von Symbolen und Soundwords eine Explosion darstellt. Patrick führte den Knalleffekt mit der Chipsdose vor. Wumm! Comics bieten Bildsequenzen. „Die Chemie geht ähnlich vor. Auch sie arbeitet mit Sequenzen von Symbolen“, sagte Markus Prechtl. Er zeigte auf eine furchteinflößende Formelreihe, die den schrittweisen Ablauf einer chemischen Reaktion beschrieb. „Das sieht doch aus wie ein Staffellauf“, kommentierte er. Und die Wissenssprösslinge waren gern bereit, die chemische Formelsprache mit spielerischem Blick zu betrachten.

Impressionen von der KinderUni aus dem Fachbereich ChemieFlorian Peters experimentierte mit einer Geheimschrift

Impressionen von der KinderUni aus dem Fachbereich Chemie

Impressionen von der KinderUni aus dem Fachbereich ChemieChemieprofessor Markus Prechtl und seine Assistenten machten Naturwissenschaft an der Kinder-Uni zur lehrreichen Show.

Info:
Die Kinder-Uni ist ein Projekt der Städte Ravensburg und Weingarten und ihrer Hochschulen. Bis zu 100 Kinder zwischen 9 und 12 Jahren, die sich rechtzeitig angemeldet haben, können mitmachen. Bei der ersten Vorlesung erhalten 
die Kinder einen Ausweis, gegen eine Schutzgebühr
von 5 Euro. Weitere Kosten fallen nicht an.
Das Studienjahr der Kinder-Uni Ravensburg-Weingarten beginnt jeweils im Oktober. Die Vorlesungen finden in Hörsälen der Hochschulen in Weingarten und Ravensburg statt, in der Regel am zweiten Freitag eines Monats und dauern ungefähr 45 Minuten. Näheres auf www.kinderuni-ravensburg-weingarten.de.


 
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